Hans-Josef Held zum neuen Vorsitzenden gewählt

(Kommentare: 0)

Müller gibt detailliert und spritzig seinen letzten Bericht über die politische Arbeit.

Kategorie: Pressespiegel

Brenkhausen (rho). Stürmischen Applaus erntete SPD-Stadtverbandsvorsitzender Ingo Müller, Lüchtringen, für seinen gewohnt detaillierten und mit spritzigen Seitenhieben auf die CDU-Fraktion gewürzten Bericht über die politische Arbeit und denkwürdigen Ereignisse der vergangenen zwei Jahre. Es war sein letzter Bericht dieser Art.

Somit galt der Zuspruch ganz besonders ihm persönlich und seiner insgesamt über 30-jährigen auf Funktionärsebene und als Mandatsträger geleisteten Arbeit zum Wohl der Partei. 22 Jahre lang hat Ingo Müller den SPD-Stadtverband Höxter geleitet. Diesmal trat er zur Wiederwahl nicht mehr an. Und nun dämmerte auch dem Letzten der enorme Verlust dieser gewachsenen Institution, die stets da war, alles in die Hand nahm und auf die jederzeit 100 Prozent Verlass war.

„Mensch, ich bin 72 Jahre alt!“ antwortet Müller lachend auf die Frage nach dem Grund. „Höchste Zeit, das Amt in andere Hände zu übergeben.“

Als Nachfolger wählten die Delegierten einstimmig den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden, Hans-Josef Held, Godelheim, an die Spitze des Stadtverbands. Zur Seite steht ihm das komplett wieder angetretene und wieder gewählte bisherige Vorstandsteam mit den stellvertretenden Vorsitzenden Monika Bathe und Martin Finke. Birgit Parensen ist Schriftführerin, und Günter Fricke weiterhin Kassierer im Stadtverband. Als Beisitzer fungieren Daniel Dragan, Christoph Godehard, Werner Böhler, Dirk Friedrich, Thomas Hamm, Dietmar Kanand, Manfred Linnenberg, Klaus Oppermann, Stefanus Remmert, Paul Völse und Günter Wittmann. Dieser Riege gehört jetzt auch Ingo Müller an, denn ein waschechter Sozialdemokrat geht niemals so ganz. „Ich konnte mich dem Ruf der Genossen in diesem Fall nicht entziehen“, gibt er schmunzelnd zu. Sitzungspräsident Albert Huppertz sprach ihm herzlich Dank und Anerkennung aus, und Alexander Fischer hielt zur Verabschiedung eine Dankesrede mit Rückblick auf Ingo Müllers Wirken in der SPD. „Eine Ära geht zu Ende“, sagte Fischer – eine gewaltige Aussage, die aber mehr als angebracht sei. „Du hast die Partei immer an erster Stelle gesehen und dann erst dich selbst. „Du stehst als bestes Beispiel für die Kraft und Tugend, die die SPD groß gemacht haben und was wir auch heute brauchen.“

Ingo Müller war unter anderem Mitbegründer der Ortsvereine Höxter und Lüchtringen und bereits 1969 als Schriftführer im SPD-Stadtverband tätig. Er war Geschäftsführer der SPD-Ratsfraktion und darüber hinaus drei Wahlperioden von 1984 bis 1999 Mitglied im Kreistag Höxter.

„Besser hätten wir das auch nicht sagen können“, drückte der fulminante Zuspruch der Delegierten für die sehr persönlich gehaltene Dankesrede von Peter Greschner aus. „Von Urgestein zu Urgestein“, meinte er schmunzelnd. „Mit deiner akribischen bis ins Kleinste durchgeplanten Arbeit hast du Großes geleistet. Du hast der Partei Struktur und Halt gegeben, Dinge ins Laufen gebracht, unzählige Wahlkämpfe organisiert und begleitet – alles mustergültig. Wir danken für Jahrzehnte lange loyale Zusammenarbeit. Diese über 30 Jahre mit Dir haben Spaß gemacht!“

Quelle: Neue Westfälische

Zurück

Einen Kommentar schreiben