Grundschuleltern widerstehen dem aufgebauten Druck gegen die Sekundarschule.

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Stellungnahme zur Schulanmeldung

Kategorie: SPD Ratsfraktion
Autor: Peter Greschner

Die Eltern der Grundschul-Abschlussklassen haben sich in ihrem Anmeldeverhalten zu den weiterführenden Schulen als eigenständiger und unabhängiger erwiesen als die wohl augenscheinlich von Lehrern der Realschule initiierte und gesteuerte Meinungskampagne vorspiegeln sollte. So bewertet die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Höxter die bisherigen Anmeldezahlen an die neue Sekundarschule. Mit der bisherigen Anmeldezahl gelinge der Start der Sekundarschule in Höxter mit den besten Voraussetzungen. Das Angebot der Stadt Höxter mit einer Schule des gemeinsamen Lernens ohne die Qual einer zu frühzeitigen Schulwahl nach dem Prinzip "Fordern und Fördern" an die Grundschuleltern sei überwiegend auf positive Zustimmung gestoßen. Die Sekundarschule etabliert sich damit als zweite Säule neben dem KWG, ziehen die Sozialdemokraten ein Fazit.

Mit der massiven Leserbrief-Kampagne wurde der Versuch unternommen, einen erheblichen Druck auf die Grundschuleltern aufzubauen, der eine abgewogene Entscheidung zur Schulwahl doch erheblich erschwert hat, so Fraktionschef Peter Greschner in einer Rückschau. "In immer wieder neuen Varianten wurden über Monate hinweg immer wieder mit Übereifer und denselben Argumenten der einstimmige Beschluss des Rates zur Errichtung der Sekundarschule unter Auslaufen der Haupt- und Realschule mit allen rhetorischen Mitteln bekämpft.", so Peter Greschner weiter. Unter diesem Eindruck sei die Sekundarschule entgegen den ursprünglichen Absichten aller Fraktionen schließlich doch noch in parteipolitische Auseinandersetzungen geraten. Die ein oder andere Fraktion glaubte wohl, über Stöckchen springen zu müssen, die ihnen hingehalten wurden. Anstatt Orientierung zu geben, duckten sich nach Wertung der SPD Fraktionen weg oder taktierten aus kurzfristigen Wahlkampferwägungen.

Dabei wurde ausgeblendet, dass die Zeiten der schulideologischen Grabenkämpfe landes-  und sogar bundesweit längst überwunden sind. Heute gehe es darum, ganz pragmatisch bei langfristig zurückgehenden Schülerzahlen ein zukunftsfähiges Schulangebot rechtzeitig zu entwickeln. Wobei es vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung ganz besonders darauf ankomme, allen Schülerinnen und Schülern mit dem Anspruch,  kein Kind zurückzulassen, Entwicklungs- und Bildungschancen dauerhaft vor Ort zu sichern. Brakel und Bad Driburg hätten dies mit den Gründungen von städtischen Gesamtschulen als einzig verbleibende Schulform bereits getan.

In Höxter könne dies kann am besten mit einer starken Sekundarschule neben dem KWG gelingen, gibt Schulausschussvorsitzender Günter Wittman den bisherigen Beratungsstand wieder. Die Anmeldung von 35 Schülerinnen und Schülern aus Höxter an der gerade gegründeten Gesamtschule in Brakel im Jahr 2013 weise auch in Höxter schon heute einen akuten Handlungsbedarf nach. Nun bleibe, so Günter Wittmann und Peter Greschner zu hoffen, dass sich nach dem eindeutigen Anmeldeergebnis auch die Realschullehrer konstruktiv in den Notwendigen.Schulentwicklungsprozess in Höxter einbringen, ein Schulkrieg nutze schließlich keinem.

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